Ali Poyraz

Foto: Marion Vogel

Preisträger Ali Poyraz (re.) mit der Vorsitzenden des Ausländerbeirates München, Nükhet Kivran

Jurybegründung:

Der Name Ali Poyraz ist untrennbar mit dem Projekt ACILIM verbunden. ACILIM steht für präventive Arbeit mit Migrantenfamilien in München, wobei die wichtigste Zielgruppe türkische Familien sind. Ali Poyraz ist selbst türkischer Herkunft. Er hat das Projekt ACILIM in 2001 nicht nur gegründet, er lebt es seit diesem Tag. Sein Ziel ist es Migrantenfamilien für Fragen der Erziehung, für Gewaltprävention, für Sprachförderung und Schulerfolg zu sensibilisieren. Dabei macht er auch vor schwierigen Themen wie Zwangsverheiratung und Ächtung von Gewalt gegen Frauen nicht Halt. Ein Blick in den Jahresbericht zeigt, worum sich Herr Poyraz tagtäglich kümmert und bemüht: Er organisiert Vorträge, Tages- und Wochenendseminare Workshops und Podiumsgespräche zum Thema Erziehung. Er erstellt – vorwiegend zweisprachiges – Informationsmaterial für Eltern. Er netzwerkt nicht nur in der der türkischen Community, sondern auch zwischen den Migrantenfamilien und den Einrichtungen der Jugendhilfe. Viele seiner Referent/innen und Fachleute für Erziehungsfragen haben selbst einen Migrationshintergrund und dadurch einen guten Zugang zu den Familien. Seit vielen Jahren kooperiert ACILIM mit der Offenen Familieninitiative OFI, deren Mitbegründer Ali Poyraz ist. OFI ist ein Zusammenschluss von Eltern türkischer Herkunft, die sich ehrenamtlich für Bildungsfragen engagieren. Zusammen mit OFI leistet Ali Poyraz einen wichtigen Beitrag zum nonformellen Wissenserwerb in der Münchner Bildungslandschaft. Durch seine Arbeit, sein ehrenamtliches Wirken, seine zahlreichen Kontakte und nicht zuletzt durch die von ihm geschaffenen Netzwerke leistet Ali Poyraz einen unverzichtbaren Beitrag zur Integration und Inklusion aller Bürgerinnen und Bürger in die Münchner Stadtgesellschaft.

Die Kategorie “Einzelperson” ist mit 1.500.- Euro dotiert.

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