MARE NOSTRUM

Das Mittelmeer heißt  auf Lateinisch MARE NOSTRUM.  Unter diesem Namen führte  die italienische Regierung eine humanitäre Aktion durch, in deren Verlauf von Herbst 2013 bis Herbst 2014 rund 130.000 Migrant*innen aus Seenot gerettet wurden. Danach wurde das Projekt eingestellt und das Mittelmeer wurde zum Grab ungezählter Geflüchteter.

All dieser Toten gedenkt die Installation MARE NOSTRUM des Münchner Künstlers Peter  Weismann, der mit Materialen arbeitet, die er am Wegrand findet: Kieselsteine, Schwemm- und Bruchholz.  Das Projekt  basiert auf einer unvollständigen Liste, die über 35.000 Todesfälle auf der Flucht zählt, die meisten namenlos. Peter Weismann erinnert an jeden von ihnen mit einem Stein, auf den ein Name graviert wird. Sehr oft steht da nur NN: no name.

Entlang der Isar, an den Wanderwegen von der Quelle im Karwendel bis zur Mündung bei Deggendorf, werden etwa alle acht Meter die Steine platziert – über die gesamte Strecke von etwa 300 Kilometern, in unregelmäßigen Abständen ergänzt von Skulpturen aus gefundenen Materialien.

Das Projekt MARE NOSTRUM wird von Lichterkette e.V.  ideell unterstützt.

Eine ausführliche Vorstellung von MARE NOSTRUM lesen Sie hier.