Computer-Paten und Patinnen

In einer 1:1 Betreuung unterstützten von Februar bis Juli 2021 unsere Ehrenamtlichen Menschen mit Fluchthintergrund dabei, die für sie passende Möglichkeit zur Beschaffung eines digitalen Endgerätes zu finden und zu nutzen.

Ein Kooperationsprojekt mit Global Shapers e.V.

Die Beschaffung von digitalen Endgeräten für den Distanzunterricht bzw. den Wechselunterricht stellte leider während der Pandemie lange Zeit ein großes Problem für viele bedürftige Personen dar: Viele hatten kein Endgerät und konnten daher auch nicht an den Online-Sessions der (Berufs-) Schulen teilnehmen. Wenn bereits schon einige Versuche gescheitert waren, ein Endgerät über bekannte Wege zu beziehen, versuchten unsere Computerpaten als informierte Person mit Know-How über Möglichkeiten der Computerquellen zu unterstützen.

Die Computer-Ausgabe-Bilanz:

Mit nur einem Aufruf in den Münchner Netzwerken erreichten uns über 100 Hilfegesuche. Mit nur 14 freiwilligen Helfern konnten wir:

  • 12 Personen den Weg aufzeigen, wo ihnen ein Endgerät kostenfrei vermittelt wird. Meist waren es Missverständnisse und Unkenntnis die dazu geführt hatten, dass die Hilfesuchenden die Möglichkeiten bis dato nicht kannten
  • 33 Laptops aus privaten Spenden vergeben
  • 20 Desktop PCs mehreren Personen einer Unterkunft für geflüchtete Frauen vermitteln und vor Ort installieren

17 Personen konnten über die Dauer des Projektes hinweg bei anderen Quellen selbst einen Rechner erhalten, oder meldeten ihren Bedarf mit Eintritt des Präsenzunterrichts wieder ab.

Die verbleibenden Hilfesuchenden wurden zum Ende des Projektes erneut kontaktiert, um sie gegebenenfalls an andere Stellen zu vermitteln. Wir erhielten keine Antwort mehr. Es ist davon auszugehen, dass auf Grund des Präsenzunterrichts und der eintretenden Ferien kein akuter Bedarf mehr besteht.

Die Projekt-Bilanz:

Mit vielen verschiedenen Angeboten bemühten sich die Stadt München, Schulen, Stiftungen und private Einrichtungen in Zeiten des Distanzunterrichts Endgeräte für Menschen mit Fluchthintergrund zugänglich zu machen. Der Eindruck, dass ein Engpass in der Kenntnis und dem Verständnis über die neugeschaffenen Möglichkeiten besteht, bestätigte sich durch unser Projekt und die hohe Zahl der Anfragen. Ebenso wurde deutlich, dass nur unter gewissen Rahmenbedingungen Endgeräte seitens offizieller Stellen zur Verfügung gestellt wurden. Zum Glück und zu unserer Freude waren viele Menschen gerade in dieser Zeit bereit, ihre Altgeräte zu spenden und wiederum Andere, diese neu aufzusetzen. So konnten wir insgesamt durch die Kombination aus offiziellen Angeboten und der existierenden Spendenbereitschaft mit Hilfe unserer Computerpaten vielen Menschen helfen, weiterhin „mitzulernen und mitzuleben“.

Unser besonderer Dank geht an alle unsere Ehrenamtlichen Mitmacher, alle Unterstützer sowie an Edenred Deutschland GmbH und die Freiwilligenzentren der Caritas München.

Bildquelle: Foto von Tima Miroshnichenko von Pexels, 15.02.2021