Abschluss und Bilanz des Projektes “Computerpaten”

Im Februar 2021 starteten wir offiziell das Projekt „Computerpaten“ – ein Gemeinschaftsprojekt von Lichterkette e.V. und Global Shapers München. Zum 31.07.2021 haben wir das Projekt nun offiziell abgeschlossen. Gerne möchten wir noch einmal das Wichtigste zu unserem Projekt zusammenfassen.

Die Ursprungsidee:  

Mit Hilfe von Freiwilligen halfen wir Menschen mit Fluchthintergrund dabei, während der Zeit des Lockdowns und Distanzunterricht ein Endgerät zur persönlichen Nutzung erhalten. Nur so  war es vielen in Zeiten von Corona möglich, weiterhin an Deutschkursen, Schule, Ausbildung und dem sozialen Leben teilhaben zu können.  Die Freiwilligen halfen den Hilfesuchenden dabei zu verstehen, ob und wo sie Anspruch auf ein Endgerät haben – und dieses dann zu besorgen, zu installieren und zu nutzen. Wenn es keine offiziellen Quellen gab, die auf die persönliche Situation passte, halfen wir durch die Vermittlung von Privatspenden.

Die Computer-Ausgabe-Bilanz:

Mit nur einem Aufruf in den Münchner Netzwerken erreichten uns über 100 Hilfegesuche. Mit nur 14 freiwilligen Helfern konnten wir:

  • 12 Personen den Weg aufzeigen, wo ihnen ein Endgerät kostenfrei vermittelt wird. Meist waren es Missverständnisse und Unkenntnis die dazu geführt hatten, dass die Hilfesuchenden die Möglichkeiten bis dato nicht kannten
  • 33 Laptops aus privaten Spenden vergeben
  • 20 Desktop PCs mehreren Personen einer Unterkunft für geflüchtete Frauen vermitteln und vor Ort installieren

17 Personen konnten über die Dauer des Projektes hinweg bei anderen Quellen selbst einen Rechner erhalten, oder meldeten ihren Bedarf mit Eintritt des Präsenzunterrichts wieder ab.

Die verbleibenden Hilfesuchenden wurden zum Ende des Projektes erneut kontaktiert, um sie gegebenenfalls an andere Stellen zu vermitteln. Wir erhielten keine Antwort mehr. Es ist davon auszugehen, dass auf Grund des Präsenzunterrichts und der eintretenden Ferien kein akuter Bedarf mehr besteht.

Die Projekt-Bilanz:

Mit vielen verschiedenen Angeboten bemühten sich die Stadt München, Schulen, Stiftungen und private Einrichtungen in Zeiten des Distanzunterrichts Endgeräte für Menschen mit Fluchthintergrund zugänglich zu machen. Der Eindruck, dass ein Engpass in der Kenntnis und dem Verständnis über die neugeschaffenen Möglichkeiten besteht, bestätigte sich durch unser Projekt und die hohe Zahl der Anfragen. Ebenso wurde deutlich, dass nur unter gewissen Rahmenbedingungen Endgeräte seitens offizieller Stellen zur Verfügung gestellt wurden. Zum Glück und zu unserer Freude waren viele Menschen gerade in dieser Zeit bereit, ihre Altgeräte zu spenden und wiederum Andere, diese neu aufzusetzen. So konnten wir insgesamt durch die Kombination aus offiziellen Angeboten und der existierenden Spendenbereitschaft mit Hilfe unserer Computerpaten vielen Menschen helfen, weiterhin „mitzulernen und mitzuleben“.

Unser besonderer Dank geht an alle unsere Ehrenamtlichen Mitmacher, alle Unterstützer sowie an Edenred Deutschland GmbH und die Freiwilligenzentren der Caritas München.

Bildquelle: Foto von Tima Miroshnichenko von Pexels, 15.02.2021