„40 Jahre Oktoberfest-Attentat“

Am 15.09.2020 organisierten wir in Kooperation mit dem Literaturhaus München, dem Münchner Volkstheater und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München die Podiumsdiskussion zum 40 – jährigen Jahrestag des Oktoberfestattentats im Münchner Volkstheater.

Die Veranstaltung gab bewegende Einblicke in die Hintergründe des Anschlags und die Folgen für die Überlebenden. Obwohl die Qualität der Ermittlungen im Wiederaufnahmeverfahren von den Diskussionsteilnehmern anerkannt wurde, blieben Ratlosigkeit und Empörung angesichts der schwerwiegenden Versäumnisse in der Vergangenheit. Immerhin können die Opfer, da der Anschlag endlich als terroristisch motiviert eingestuft wurde, nun auf Entschädigungszahlungen hoffen. Der Innenminister stellte deren zeitnahe Auszahlung in Aussicht und signalisierte, wenn auch nur mit Gesten, dass er sich für eine Beteiligung des Freistaats Bayern einsetzen werde. Der Abend endete mit einem Appell, rechte Gewalt in jeglicher Form weiter entschieden zu bekämpfen.

Unser Vorstandsmitglied Peter Probst, eröffnete den Abend und stimmte das Publikum, unter dem Überlebende und Hinterbliebene saßen, mit seiner Rede auf den Abend und die nachfolgende Gesprächsrunde ein. Teilnehmer an der Podiumsdiskussion waren Staatsminister Joachim Herrmann, Renate Martinez (Überlebende des Attentats), “Opferanwalt” Werner Dietrich und BR-Reporter Ulrich Chaussy. Die Moderation hatte Annette Ramelsberger, die die Ermittlungen journalistisch begleitet hatte. Hierüber hinaus konnten Zuschauer auch von zu Hause aus über den vom Literaturhaus München bereitgestellten Live-Stream die Podiumsdiskussion verfolgen.

Wir danken nochmals allen Beteiligten, Gästen, Zuschauern, der Moderatorin und unseren Kooperations-Partnern. Einen detaillierten Einblick in den Abend können in der Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung nachgelesen werden: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-oktoberfest-attentat-anschlag-podiumsdiskussion-1.5033879

Fotos: Tobias Hase / Kulturreferat der LHM