Städtische Berufsschule zur Berufsvorbereitung am Bogenhauser Kirchplatz

Jurybegründung

Die Städtische Berufsschule zur Berufsvorbereitung am Bogenhauser Kirchplatz – kurz BOKI genannt – ist in Bayern einmalig. Etwa 1800 junge Menschen aus dem Großraum München, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, finden hier eine Anlaufstelle. Über 80 % besitzen einen Migrationshintergrund und stammen aus über 40 Ländern. Viele Jugendliche kommen aus sozial schwachen Familien und werden an der Schule auch individuell gefördert. Seit 2011 werden in der neuen Außenstelle in der Balanstraße zusätzlich auch Flüchtlinge, die dort unter anderem auch den Mittelschulabschluss machen können, unterrichtet. Auch hier ist das Ziel die Flüchtlinge in Ausbildung zu bringen.

Mit einem breiten Angebot ermöglicht die Berufsschule den Schülern einen geregelten Alltag, gibt ihnen ein Stück Heimat und versucht sie zu stärken und zu stabilisieren. Hauptziel ist, die Jugendlichen zur Ausbildungsreife zu führen und sie auf ihr späteres Berufsleben vorzubereiten. Das geschieht gezielt durch Sprachförderung, praxisnahen Unterricht, Kooperation mit externen Partnern und ehrenamtlichen Mentoren. In der so genannten Produktionsschule können die Schüler in einer Fahrrad-, Holz- oder Metallwerkstatt, auf der schuleigenen Baustelle oder im Restaurant ihre Fähigkeiten erproben und sich beruflich orientieren. Die Berufsschule sorgt aber auch in zahlreichen Projekten dafür, dass die Jugendlichen über die Schule hinaus in Kultur und Sport eingebunden werden und München kennen lernen. Die Jury erkennt an, dass die Berufsschule zur Berufsvorbereitung in jeder Hinsicht ihrem Anspruch gerecht wird, eine multikulturelle Schule zu sein, an der Integration stattfindet.