Förderprogramm PRO AUSBILDUNG

29.7.2015 Ausbildung für Flüchtlinge Bayernkaserne Hagos Teklat Foto: Reinhard Kurzendoerfer

Foto: Reinhard Kurzendoerfer

38 junge Männer und Frauen aus Syrien, Irak, Afghanistan oder Somalia nutzen bereits das neue Förderprogramm der Lichterkette e.V. „PRO Ausbildung“ – und es werden ständig mehr. Die Unterstützung hilft ihnen dabei, sich auf ihre Ausbildung zu konzentrieren, sie zügig zu beenden und damit eine Bleibeperspektive zu erhalten. Das macht ihnen Mut – und schafft Vorbilder für andere.

Die Kosten für den Lebensunterhalt in München sind oft so hoch, dass den jungen Geflüchteten von ihrem Ausbildungsgehalt nicht einmal so viel übrig bleibt, wie ein SGB-II-Empfänger (landläufig Hartz IV) zur Verfügung hat. Sie können oft ihre Ausbildung nicht beenden, weil ihnen das Geld fehlt. Sie müssen mit ihren knappen Mitteln auskommen.  So nehmen sie oft zusätzliche Jobs am Abend und am Wochenende an. Darunter leiden Konzentration, Aufnahme- und Lernfähigkeit. Das führt oft zu einem Abbruch der Ausbildung.

Dem soll unser Projekt in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer für München und Oberbayern, der Landeshauptstadt München, Innungen, Jugendhilfeeinrichtungen und Schulen vorbeugen. Die Förderung wird den Jugendlichen als Zuschuss zum Lebensunterhalt oder als Sachleistungen wie Fahrkarten, Schulmaterial, PC, Mietkosten etc. gewährt und soll den Abschluss der Ausbildung sichern.

Das Förderprogramm richtet sich an junge Flüchtlinge, die eine Berufsfachschule besuchen, eine Lehrstelle bei einem Handwerks­betrieb haben oder sich in der Berufsvorbereitung befinden. Sie zeichnen sich durch Leistungsbereitschaft, Motivation und Ehrgeiz aus.

„Das Stipendium hilft mir meine Fahrkosten vom Landkreis Miesbach nach München zu finanzieren. Das ist wichtig, weil ich dort mein Abitur nachhole und keine andere Möglichkeit habe, die Fahrtkosten zu finanzieren”. (F., Schüler aus Afghanistan)

“Mit der finanziellen Hilfe für R. in den letzten Monaten hat die Lichterkette e.V. verhindert, dass R. aus dem privaten Zimmer ausziehen und in eine Sammelunterkunft – möglicherweise weit weg – umziehen musste. Und eine große Sorgenlast ist von R. genommen, der sich, so gut unterstützt, ganz auf die Prüfungen und die Vorbereitungen zum Ausbildungseinstieg konzentrieren konnte”. (Isabella Deck, Schulsozialarbeit, SchlaU-Schule)

 

Kontakt und Info

Clara Wilpert      E-Mail: clara.wilpert@t-online.de

Sontka Wegener E-Mail: sontka.wegener@lichterkette.de

 

Wir bedanken uns bei unseren Partnern und Unterstützern:

Allianz SE

BuntStiftung München

Geberkonferenz für Flüchtlinge 2015

Handwerkskammer München

IKEA-Stiftung

Initiativgruppe e.V.

Institut zur Fortbildung von Betriebsräten KG

IN VIA WIB

Lions Club International München-Geiselgasteig

MAK Stiftung für benachteiligte Kinder und Jugendliche

MAN Truck & Bus AG

Occhio GmbH

Prof. Hermann Auer Stiftung

SchlaUzubi / SchlaU-Schule

Sparda-Bank München

Stadtjugendamt der LH München

Sozialreferat der LH München

 

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    Im Herbst 1992 brannten in Deutschland die Häuser von Menschen, die hier Zuflucht suchten. Daraufhin mobilisierten vier Münchner Bürger Hunderte von Helfern und organisierten am 6. Dezember 1992 die erste Lichterkette in Deutschland. Mehr als 400 000 Menschen setzten mit Kerzen in der Hand ein in aller Welt beachtetes Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus. Dem Zeichen, das die Lichterkette gesetzt hatte, mussten Taten folgen. [Mehr...]
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