Deutschstunde

Sprache ist Heimat

Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Mit der “Deutschstunde” fördert die Lichterkette Sprachvermittlung. Die Idee ist einfach. Menschen, die mit hoher Sprachkompetenz Geld und Anerkennung verdienen, helfen jenen, die durch mangelnde Deutschkenntnisse am Rand der Gesellschaft stehen.

Schriftsteller, Journalisten, Politiker und Künstler sind unsere “Deutschlehrer”. Sie erteilen uns eine ganz spezielle Deutschstunde: Eine literarische Lesung, eine anspruchsvolle Debatte, eine kabarettistische Vorstellung. Mit von der Partie waren bereits Axel Hacke, Amelie Fried, Dieter Hildebrandt, Jutta Limbach, Leoluca Orlando, Roger Willemsen und viele andere.

Der Erlös der Benefizveranstaltungen, die überwiegend mit dem Partner Stiftung Literaturhaus stattfinden, fließt an Organisationen und Vereine, die Sprachkurse für Asylbewerber, Flüchtlinge und Migranten organisieren. Die “Deutschstunde” soll helfen, möglichst viele Deutschkurse in sozialen Brennpunkten und Asylbewerberunterkünften zu finanzieren.

Seit neuestem findet die Veranstaltungsreihe “Deutschstunde” auch in Schulen statt. Hier sind die “Deutschlehrer” allerdings ausschließlich Autoren, die sich mit den Themen Migration und Integration beschäftigen. Die Idee ist, in einer nicht alltäglichen Deutschstunde den Schülern Erlebnisse und Erfahrungen von Zuwandererkindern im Rahmen von Literatur nahezubringen. Für die Schüler ist das oft die erste Begegnung mit einem Autor.

Zum Nachhören gibt es die “Deutschstunden” hier.

 

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    Im Herbst 1992 brannten in Deutschland die Häuser von Menschen, die hier Zuflucht suchten. Daraufhin mobilisierten vier Münchner Bürger Hunderte von Helfern und organisierten am 6. Dezember 1992 die erste Lichterkette in Deutschland. Mehr als 400 000 Menschen setzten mit Kerzen in der Hand ein in aller Welt beachtetes Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus. Dem Zeichen, das die Lichterkette gesetzt hatte, mussten Taten folgen. [Mehr...]
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