25 Stimmen zu 25 Jahre Lichterkette

Heute, am 6. Dezember 2017, ist es genau 25 Jahre her, dass über 400.000 Münchner mit einer Lichterkette ein weltweit beachtetes Zeichen setzten.

In diesen 25 Jahren nach dem beeindruckenden Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ist viel passiert. Die Lichterkette e.V. hat sich zu einem in München anerkannten Verein entwickelt, der mit zahlreichen Einrichtungen kooperiert und von vielen engagierten Personen unterstützt wird.

Aus diesem großen Netzwerk haben uns 25 Menschen ihre Antwort auf die Frage geschickt, was ihnen spontan zur Lichterkette einfällt:

 

Mein erster Gedanke ist, dass die Idee der Lichterkette leider aktueller ist denn je. Auch heute wird Angst geschürt und Stimmung gemacht gegen Menschen, die bei uns Schutz suchen. Umso wichtiger ist es, dass wir alle dieses symbolische Licht immer wieder zum Leuchten bringen, für ein starkes, tolerantes und friedliches Miteinander

 

 

Solidarität, Zivilcourage, Gemeinschaftssinn – die Lichterkette steht für ein weltoffenes, friedliches Miteinander. Es erfüllt mich mit Stolz, dass diese Form der stillen Demonstration von München ausging und bis heute eines der Wahrzeichen unserer Stadt ist. Dank an alle, die diese Idee weiterleben und mit immer neuen relevanten Inhalten füllen.

 

 

Die Lichterkette von 1992 war einer der emotionalsten Momente meines Lebens. Wenn ich die Fotos und vor allem die Luftaufnahmen von damals sehe, kommen mir immer noch die Tränen. Zu wissen, dass Hunderttausende genauso gefühlt haben wie ich, und auf die Straße gegangen sind, um gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit aufzustehen – das hat mich tief bewegt und meine Verbundenheit mit München und seinen Bürgern gestärkt. Bis heute unterstütze ich aus voller Überzeugung den Verein Lichterkette e.V., der sich auf großartige Weise für Integration und ein friedliches Miteinander in unserer Stadt einsetzt.

 

 

Mein erster Gedanke ist Wut UND Hoffnung, das hat sich in 25 Jahren nicht verändert.

Wut über die rechtsradikalen Übergriffe mit Todesfolgen für Menschen, die bei uns Zuflucht suchten; Wut gegenüber dem fatalen Einknicken der Politik vor dem Rechtsmob. Hoffnung, weil es Sinn macht zusammenzustehen und immer und überall unsere Stimme für eine lebenswerte Weltgemeinschaft zu erheben.
Dafür steht die Lichterkette.

 

 

25 Jahre Lichterkette – damals habe ich im „Melody Maker“ aktive MitstreiterInnen für Toleranz und gegen Rassismus kennengelernt, Info Material für sie ausgelegt. Heute bin ich selbst Teil eines der Projekte in Koop mit der Lichterkette: Lighthouse Welcome Center. Es ist wichtig und richtig sich zu positionieren und Haltung zu zeigen. Dafür steht die Lichterkette.

 

 

Ich denke an den besonderen Abend in 1992, an dem ich als eine von unglaublich vielen Menschen auf der Barerstraße mit einer Kerze in der Hand stand; es war ein wunderschöner bewegender Protest gegen Fremdenhass und rechtsextreme Gewalt. 25 Jahre später nimmt die Ausländerfeindlichkeit (wieder) zu – es gibt also viel zu tun… Wenn es die Lichterkette nicht schon gäbe, müsste man sie glatt erfinden!

 

 

Wenn ich an „Lichterkette München“ denke, sehe ich ambitionierte, warmherzige und visionäre Menschen vor mir, die mit Programmen wie Lichterkette #NextLevel auch mal etwas Neues wagen, um unsere schöne Stadt zu einer immer besseren zu machen – und das für wirklich Alle!

 

 

Für immer wird mir dieser Abend im Dezember 1992 in Erinnerung bleiben.

Ich weiß immer noch genau, wo ich mit meiner Kerze in der Nähe des Siegestors vor der Akademie stand – zusammen mit Freunden und so vielen anderen, die auch ein Zeichen setzen wollten. Ein echter Gänsehautmoment in meinem Leben! Umso schöner und wichtiger, dass dieses Zeichen im Verein weiterlebt, so aktuell wie eh und je.

 

 

Dieses Licht können wir jeder Zeit einschalten, aber das Gute daran ist, wir können es nie wieder ausschalten. Diese Kette brauchen wir mehr denn je in dieser sehr spannenden Zeit.

 

 

Die Lichterkette und der Lichtblicke Preis waren für den Münchner Flüchtlingsrat enorm wichtig. Durch den Lichtblicke Förderpreis im Jahr 2000 konnten wir ein weiteres tolles Projekt und späteren Lichtblicke Preisträger, den Infobus für Flüchtlinge, starten! Vielen Dank dafür!

 

 

Wenn ich das Wort „Lichterkette München e. V.“ höre, denke ich immer an die erfolgreiche Gründung des Lighthouse Welcome Centers in der Bayernkaserne im Jahr 2015, eine Zeit, in der hunderte Freiwillige aktiv werden wollten um Flüchtlinge willkommen zu heißen. Gut das es die Lichterkette e.V. als Verein auch heute noch gibt und diese wichtigen Projekte ermöglicht.

 

 

Die Lichterkette ist ein kräftiges „Herzlich Willkommen!“ an Flüchtlinge und eine kräftige Absage an dumpfe Ressentiments gegen Flüchtlinge. Wie gut, dass die Lichterkette so stark in unserer Gesellschaft verankert ist!

 

 

Was mir an der Münchner Lichterkette imponiert: Ihre MacherInnen haben es geschafft, von einer ursprünglich symbolischen Aktion zu ganz konkretem, praktischem Handeln zu kommen. Unzählige Projekte und Initiativen hat sie angeschoben oder sie profitieren von ihr. Das ist verdammt gut so! Danke und bleibt uns erhalten!

 

 

Wenn ich von oder über die „Lichterkette München“ höre/lese, fällt mir dazu ein, dass ich am Tag der Gründung am Isartor stand, (dies Bild habe ich noch immer vor Augen) fassungslos, begeistert, hingerissen, ob der anwachsenden Menschenmenge, ich mittendrin. Das Engagement rührte mich unbeschreiblich.

 

 

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit werden leider weiterhin Thema bleiben und wir brauchen die „Lichterkette“ noch viele Jahre. Mir vermittelt es ein Gefühl der Freude, dass ich mit meinem Bedürfnis nach Schaffung einer besseren Welt nicht alleine bin und ein Glied in dieser „Lichterkette“ sein kann.

 

 

Das Engagement der Lichterkette für uns, die Gesellschaft ist unbezahlbar. Es ist vielseitig, verbindend und wo immer wir Kontakt hatten – nachhaltig in der Erinnerung. Das Bild „Lichterkette“ für ein friedliches, respektvolles Miteinander ist einprägsam. Danke!